Artcore: Die Story: Brandheiss

Piercen ist eine meiner Passionen.

Und dies praktiziere ich professionell seit 1994.

 

Schon 1990 wollte ich ein Lippenpiercing, die Ohren und die Nase waren voll.

Leider fand ich damals niemanden der dies machen wollte.

 

Im Mai 1991 ging ich in die USA und wollte von New York mit Endziel Miami meinen ehemaligen Bandkollegen unserer Psychobilly Band besuchen.

 

Ich kam vom Pfad ab, als ich in Myrtle Beach in einer Bar zufällig eine Airbrusherin kennenlernte, Julie aus Daytona Beach, SC.

Wir fuhren die ganze Nacht durch und während der Fahrt beschlossen wir, dass ich mit Ihr nach Sturgis, SD auf die Bike Week mitfahre.

 

Dort lernte ich einige Leute kennen, u.a. ein paar Tätowierer von Art to the bone aus L.A.

Einer von ihnen, Cameron, hatte ein nagelneues Lippenpiercing. Ich war total begeistert.

 

Schliesslich kehrte ich 2-3 Monate später, total abgerissen und abgebrannt nach New York City, NY zurück.

Dort traf ich auch endlich meinen Band Kollegen in einer Jazz Bar in der ich am Kontrabass mit alten Musikerinnen aus der Jazz Szene jammen durfte, bless you all.

 

Ich fand ich durch meine wundervolle Gastgeberin Victoria einen Job. Noch heute lebt sie dort im selben Appartment.

 

Ich telefonierte mit einer Freundin aus San Francisco, die ich 1989 in einer Bar in Karlsruhe kennengelernt hatte, als sie in ihren Semesterferien ihre Eltern in Deutschland besuchte.

 

Durch die Begegnung in Sturgis wusste ich ja, dass es an der Westküste Studios gab. Ich wurde eingeladen, flog standby und dann war es irgendwann soweit.

 

Mein erstes Piercing ließ ich dann in Santa Cruz, CA bei Eric "Rook" Dakota (?) machen. Cooler Typ.

Danke Nana für die tollen Bilder.

 

In dieser Zeit hatte ich also viel Kontakt mit der damals schon dort größeren Piercing und Tattoo Szene und brachte im November 1991 mein erstes Lippenpiercing mit nach Hause.

Aber es waren schon ne Menge zufällige Zufälle.

 

Die US Amerikaner waren damals 2-3 Jahre voraus und ich lernte auch anschließend und später, durch anhaltenden Kontakt, sehr viel.

 

Anmerkung: Die folgenden Begebenheiten liegen fast 30 Jahre zurück. Das Piercing Rad ist mittlerweile erfunden.

Don´t try this at home

Als ich dann Ende 1991 zufällig auf einem Meteors (?) Konzert in Frankfurt (oder Mannheim?) einen Kollegen (Heiko (RIP)) aus der Psychobilly Szene kennenlernte erzählte mir dieser, er habe in Hamburg einen Tattoo Laden und pierce selbst seit zwei Jahren.

 

Ich bestellte mir einen Ring und Nadel bei ihm und experimentierte mit einem Brustwarzen Piercing.

 

Nich so wie heute 1.2 mm Schmuck und 1.3er Nadel.

2 mm Nadel und rinn mit dem Ding, meen Jung.

 

Zangen zum fixieren oder Einsetzen der Kugel gab es damals, zumindest für mich, nicht und so wurde die Kombi Zange aus dem Werkzeugkasten notdürftig im Backofen sterilisiert und das Einsetzen der Kugel war schmerzhafter und blutiger als das Stechen.

Aber, da warn wer halt noch jung.

 

Das Ergebnis war nicht so toll.

Ich nahm es nach ein paar Tagen heraus.

 

Kurz darauf, stach ich mir mit demselben Schmuck und der gleichen Nadel mit Assistenz eines Freundes und zwei Kombizangen ein Bauchnabelpiercing.

Ein Bild für Götter, wie mein Freund rechts und links die Kombizangen ansetzte und die Haut vom Körper wegzog.

 

Das Ding verheilte und damals war ein Bauchnabelpiercing auch bei Männern beliebt.

(1995: N fetter Stecker mit 2 dicken Kugeln)

 

Danach habe ich über den Zeitraum von 3 Jahren die meisten Piercings die es gibt, darunter Brustwarze mehrfach, Bauchnabel 4-fach, PA und Ampallang, multiple Hafada, etc. an mir selbst gestochen.

Teilweise kammen Leute und wollten ein Piercing, dass ich noch nicht gemacht hatte.

Ich vertröstete sie, experimentierte bei mir und meldete mich, dann wenn ich zufrieden war.

Das waren noch die alten Tage.

Ich piercte dann Freunde und Bekannte auf Küchenstühlen, Küchentischen auf dem Boden liegend im Strandkorb und einmal in einem "selbst besetzten" Haus (ha,ha,ha).

 

Danke an Euch alle ihr lieben Versuchskaninchen.

Sasan, Enno, Teddi, Uli, Michel, Sanne, Juli (Flensburg im besetzten Haus) und all die anderen.

 

Den Namen Artcore habe ich Februar/März 1994 erdacht.

Es war damals Hardcore (sich selbst so zu quälen um Erfahrungen zu sammeln) und Kunst (Art).

 

Am 31.08.1994 eröffnete ich am Bahnhof mein erstes Studio.

Warum am Bahnhof, am Arsch der Welt, in einer Strasse,

die nicht einmal im Namensverzeichnis des Stadtplans vermerkt war, ist eine andere, im nachhinein lustige Geschichte.

 

Mittlerweile ist Piercing eine riesen Industrie,

mit hochqualifizierten Kräften,

viel mehr Möglichkeiten,

hohen hygienischen Standards,

und tausend verschiedenen Schmuckdicken,

Grössen, Formen und Arten.

Man fährt nicht mehr nach Amsterdam, London, Brighton oder Hamburg um Schmuck zu kaufen, sondern bestellt im Internet.

 

Damals gab´s nen popeligen Ring mit ner Kugel dran, in 1.6mm und drei Durchmessern. Klein, Mittel, Gross :-D

 

Und do sinn mer heit....

Ein paar Stationen

1986 - 2015: Piercing (ab 1992) und Musik

Fortbildungen und Gespräche

Geschätzte Gespräche mit Heiko ((RIP) Endless Pain, Hamburg), Esther, Body Manipulations, (San Francisco und Amsterdam),  Karen Hurt (Primitive Future), Det (Stainless, Bünde), Sinan und Lilian (Weisser Pfeil), Oli und Heiko (Trust, Mannheim), Sven Delitz (Delitz Schmuck), Raf (Pain & Ink Dpt, Berlin und später im Artcore) und all den Anderen aus den Anfangstagen.

  • 2000: 4 Wochen One-on-One Training mit APP-Piercerin Karen Sewski ?
  • 2002: Meeting of Association of Professional Piercers (APP), Amsterdam
  • 2003: Meeting of Association of Professional Piercers (APP), Amsterdam
  • 2006 BMX Meeting, Essen
  • 2008 BMX Meeting, Essen

2014:  20 Jahre Artcore in der alten Hackerei

2002: The Starfuckers on MTV

1990: The Numbskulls - KarlsUnruhe

Fritz-Erler-Str. 12
76133 Karlsruhe


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